26. September

Man spricht bei euch viel von Gesundheitswesen beziehungsweise gesundheitlicher Versorgung.
Ehrlich gesagt, sehe Ich da nicht viel Gesundheit. Euer Gesundheitswesen und die dahinterstehende Philosophie sind selber krank. Dies wird besonders an den Ärzten deutlich.
Viele Ärzte benehmen sich so, als wären sie eine Mischung aus Bankdirektor und Metzger. Es geht vielen von ihnen primär um Geld, Ansehen und darum, genug Zeit für ihre Hobbys oder ihre Karriere zu haben. An letzter Stelle dieser Aufzählung stehen erst die Patienten.
Von Opfergeist, von Dienst am Nächsten, geschweige denn von Liebe ist bei diesen Ärzten kaum die Rede. Wie schrecklich, daß diese Menschen das Sagen haben!
Und kein Wunder, daß sie nicht in "Gesundheits"-Häusern, sondern "Kranken"-Häusern tätig sind.
Was in vielen westlichen Ländern fehlt, ist Liebe.
Besonders in Deutschland ist die Vorstellung weit verbreitet, man könne Liebe durch Leistung ersetzen.
Dies ist ebenso abwegig, als wolle man einen Toten dadurch wieder zum Leben erwecken, daß man ihm gut zuredet!
Anstatt Liebe durch Leistung ersetzen zu wollen, sollten die Ärzte vielmehr lernen, daß Krankheit einen Mangel an Liebe darstellt. Kranke Menschen brauchen Liebe, Verständnis und Zu-Wendung.
Nur wenn sie dies begreifen, werden Ärzte ihren Patienten wirklich helfen können. Dazu müssen sie einsehen, daß Liebe durch technisches Wissen zu ersetzen nicht anders ist, als baute man für ein Auto ein phantastisches Getriebe, vergäße aber den Motor.
Ohne Liebe und ohne Anbindung an Gott wird es keine Heilung geben. Mögen die technischen Mittel noch so ausgeklügelt sein. Es gibt keine Heilung, es gibt nur Aufschub.
Dies sollten die Ärzte wissen. Je früher, desto besser, denn sie werden es lernen müssen.

Neuauflage "Sai Baba spricht zum Westen"

Dr. Stephan von Stepski-Doliwa
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